Eierdiebe

Krähen mögen (Enten-)Eier

April 2021: Unsere drei Laufenten, Lotta, Blacky und Blondy, legen ihre Eier zunehmend irgendwo im Garten in ein schnell eingerichtetes Nest, also nicht nur im Stall. (Unsere Sachsenente, Daisy, – mindestens schon elf Jahre alt – hat bereits vor zwei oder drei Jahren mit dem Eierlegen aufgehört.)

In den letzten Wochen hatten wir die Eier meist rasch genug entnommen, …

  • bevor eine der Krähen sie mit dem Schnabel aufhackte und ausschlürfte
aufgehackt und zum bequemeren Ausschlürfen aus dem Nest (unter dem Busch) herausgezogen

  • beziehungsweise bevor eine der Krähen mit dem kompletten Ei wegflog.

Lotta macht sich aktuell keine Mühe, ihre Eier gut zu verstecken … – 15-Sekunden-Video:

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Weil das obige Video nicht besonders gut ist, hatte ich die Kamera ein paar Tage später vor einem weiteren (schlecht versteckten) Nest von Lotta aufgestellt. – Etwa zwei Stunden, nachdem Lotta ihr Ei gelegt hatte, wurde es die Beute einer „unserer“ Krähen.

30-Sekunden-Video:

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Es ist beeindruckend, wie weit die Krähe den Schnabel öffnen kann, um das Ei festzuhalten: Solch ein Entenei wiegt etwas mehr als 60 g.

Das geflügelte Wort: „Klauen wie die Raben“ hat also seine Berechtigung; Krähen sind schließlich Rabenvögel.

lückenhafte Bewachung

Im Gegensatz zu Lotta hatte unsere Blacky ein gut verstecktes Nest eingerichtet und inzwischen ein zweites Ei dort abgelegt. Aber Enten verraten selbst ein gutes Versteck durch ihr Verhalten:

  • Die Ente gibt während der Eiablage (Das kann durchaus eine halbe Stunde dauern.) auffällige Laute von sich.
  • Die Ente wird in dieser Zeitspanne immer wieder mal von den beiden Erpeln besucht.
  • Nach der Eiablage entfernt sich die Ente, kommt einige Male wieder zurück zu ihrem Nest und entfernt sich dann erneut.

Krähen können gut beobachten und schlussfolgern! – Sofern die Krähen ein Nest entdeckt haben, ist das Ei verloren!

Die von unserer Fotofalle aufgezeichneten Szenen (jeweils 15 Sek. lang) zeigen, wie beharrlich die Krähen ihr Ziel verfolgen: über einen Zeitraum von fast zwei Stunden. – Leider wurde nur einer der beiden Eier-Diebstähle von der Kamera erfasst.

Die knapp zwei Stunden dauernde Attacke verkürzt auf 7,5 Minuten:

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Für die Ente macht es aber letztlich keinen Unterschied, ob die Krähen oder wir Menschen ihre Eier klauen …

Gummi-Eier, um die Enten zu täuschen

Anstelle der originalen Enten-Eier hatte ich einige Male jeweils ein Gummi-Ei ins Nest gelegt, um die Enten zu animieren, erneut dieses Nest zu nutzen, anstatt irgendwo anders versteckt ein neues Nest einzurichten. – Die Enten fallen aber auf diesen Trick nicht rein.

Verblüffend war jedoch, dass nach einem oder mehreren Tagen das jeweilige Gummi-Ei verschwunden war.

Einige Zeit später hatten wir die Gummi-Eier gefunden:

  • Eines lag im kleinen Bach an unserer Grundstückgrenze.
  • Eines lag auf der Schafwiese unseres Nachbarn.
  • Das dritte befand sich in der Krone einer etwa einen Meter hohen Harlekinweide.

Das war der Grund, weshalb ich die Wildkamera / Fotofalle gekauft hatte.

Gummi-Ei als Köder

Um 8:30 Uhr hatte ich das Gummi-Ei und die Kamera auf unseren Hochbeeten in Position gebracht:

ein paar Minuten später:

Auch das Gummi-Ei wiegt etwas mehr als 60 g.

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Die Krähe erkennt noch nicht, dass sie reingelegt werden soll. – Später werden wir vielleicht auch dieses Ei wiederfinden.

Versuchsweise hatte ich eine tote Maus (von der Mausefalle auf unserem Dachboden erschlagen) auf dem Hochbeet deponiert:

welche Krähenart?

Wikipedia: Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung Corvus in der Familien der Rabenvögel (Corvidae). Die größeren Vertreter werden als „Raben“, die kleineren als „Krähen“ bezeichnet. Die Gattung umfasst 42 Arten.

Bei den Krähen, die sich bei uns im Garten wohlfühlen, handelt es sich offensichtlich um Rabenkrähen.

Den Raben / Krähen wird übrigens eine Intelligenz nachgesagt, die der von Menschenaffen gleichkommt. – Artikel in der WELT, in dem die Intelligenz der Raben / Krähen an neun Beispielen geschildert wird.

Für uns haben die Krähen auch einen Nutzen: Sie verteidigen ihr Revier und verhindern dadurch zuverlässig, dass Habichte unsere Zwerghühner holen! – Andererseits: Wir vermuten, dass eine Krähe das einzige Küken unserer Henne Paillette mitgenommen hat …

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