Wie es zu NaturSpiel und Sustainability kam
Ich habe seit Langem eine ‚grünliche‘ Grundhaltung. – Zwei Erlebnisse, die zeitlich beieinander lagen, haben mich veranlasst, zunächst eine Checkliste und schließlich NaturSpiel und Sustainability zu entwickeln:
- Meine Frau hatte Mitte Juli 2026 die arte-Dokumentation eingeschaltet: „Das Mittelmeer ist nach der Arktis die Klimaregion der Welt, die sich am zweitschnellsten erwärmt. Von Griechenland bis Marokko, von Spanien bis Ägypten verändern Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände, invasive Fischarten, der steigende Meeresspiegel, Landschaften und ganze Ökosysteme – und somit auch die Zukunft von 500 Millionen Menschen in diesem jahrtausendealten Kulturraum.“ – S.O.S. Mittelmeer – verfügbar bis 26.10.2026
- Eine Diskussion auf WhatsApp – mit meiner wütenden Aussage gegenüber einem Großvater von neun Enkeln: Eigentlich sollte uns das scheißegal sein: Wir haben keine Enkelkinder!

Wegen eines Vortrags über Balkonkraftwerke hatte ich im April 2026 erstmalig eine Veranstaltung von Omas for Future, Regionalgruppe Bergisches Land, besucht; danach noch zwei weitere Treffen. Deshalb kam mir zunächst der Gedanke, mithilfe von KI eine Checkliste zu erstellen, was wir Älteren tun oder noch nicht tun, um die Natur mehr zu schonen, um den Klimawandel zu bremsen und so die Zukunft der jungen Leute nicht weiter zu beeinträchtigen:

Checkliste: vier Seiten / 59 Ideen
Wer kommt auf mehr als 23 Punkte?
Ich beabsichtige, diese Liste nach der Sommerpause beim nächsten Treffen der Omas for Future vorzustellen. – Es sind Anregungen; einige sind sogar ganz einfach realisierbar. – Aus meiner Sicht ist die Sensibiliserung besonders wichtig; alles Weitere kommt von selbst.
Anschließend hatte ich die Liste in meine Webseite zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungs-Prüfung eingebunden, und zwar als weitere Idee, wie Ausbilder das Thema ‚Nachhaltigkeit‘ innerhalb der Berufsausbildung konkret behandeln können: „Nachhaltigkeit innerhalb der Ausbildung durch kleine Schritte fördern.“ – Seit ein paar Jahren ist ‚Nachhaltigkeit‘ ein Bestandteil der verbindlichen Ausbildungsordnungen.
Ein paar Tage später bekam ich von Benedikt und Moritz, zwei Enkelkinder meines Bruders, dieses schöne Bild geschickt:

Das kreativ gestaltete Bild hatte mich inspiriert, sofort ein NaturSpiel zu entwickeln und es den beiden Kindern zur Verfügung zu stellen. Ein paar Tage später habe ich daraus die Variante Sustainability für etwas ältere Kinder / Jugendliche abgeleitet: Link
Wir alle verdrängen gern die Schattenseiten unseres Konsums, denn „Die anderen machen es ja auch nicht anders“, erst recht „Die Politik der Amerikaner, die Politik der Chinesen …“ und „Als Einzelner kann man ja sowieso nichts erreichen!“ und, und, und.
Mich wundert, dass die gebildeten jungen Leute weltweit so duldsam sind (auch ‚Fridays for Future‘, auch ‚Last Generation‘) und nicht stärker um ihre Zukunft kämpfen!

Argumente gegen und für CO₂-Reduktion
Wie kann der Wohlstand in Deutschland wachsen und gleichzeitig der CO₂-Ausstoß kräftig reduziert werden?
- Strom billig, sauber und verlässlich machen
- Industrie klimaneutral modernisieren
- Gebäudesanierung pragmatisch organisieren
- Verkehr effizienter und lebenswerter machen
- Innovation und Produktivität zum Wachstumsmotor machen
- Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz ausbauen
- CO₂ einen verlässlichen Preis geben – mit sozialem Ausgleich
- Wohlstand nicht nur am BIP messen
Wir müssen nicht auf die Politik warten, …
… wir Privatpersonen sind handlungsfähig
Jede(r) von uns hat individuelle Möglichkeiten, freiwillig – etwas – zum Schutz von Umwelt / Klima beizutragen. – Die 59 Punkte der Checkliste sind erweiterbar …
Ich würde mich freuen, wenn NaturSpiel und Sustainability dazu beitragen könnten, die Sensibilität von noch mehr Personen für Umwelt / Klima zu erhöhen.
Die junge Generation sollte die Älteren stärker zur Rede stellen. – Wir brauchen eine politische Bewegung ähnlich wie 1968, und zwar weltweit.

P. S.: Ich bin 79 Jahre alt, war bis zu meinem 72. Lebensjahr als freiberuflicher Dozent in Präsenzveranstaltungen tätig, meine Frau und ich haben zwei erwachsene Söhne, keine Enkelkinder.