Auf einer meiner anderen Seiten, nämlich Hühner im Winter, hatte ich schon vor ein paar Jahren folgendes Zitat integriert: „Menschen mit hyperreagiblem Bronchialsystem … können auf ätherische Öle mit einer gefährlichen Verkrampfung der Bronchien reagieren.“
Dieses Zitat hatte ich nicht mehr in Erinnerung …
Seit einigen Jahren sind meine Bronchien so sehr gereizt, dass ich häufig husten muss, anfangs nur am Morgen, inzwischen ganztägig.
Schon von ein paar Wochen hatte ich im Chat mit einer KI versucht, die mögliche Ursache herauszufinden, bevor ich zum (Haus-)Arzt gehen wollte.
Von den zunächst von der KI aufgezählten möglichen Ursachen schien mir der Hinweis auf unseren wilden Garten / Naturgarten am plausibelsten:
Ein Naturgarten ist biologisch hochaktiv. Wenn Sie dort viel Zeit verbringen, sind Ihre Atemwege zwei Hauptverdächtigen ausgesetzt:
- Kräuter- und Baumpollen: In einem Naturgarten blühen über viele Monate hinweg verschiedene Wildkräuter, Gräser oder Sträucher. Eine unentdeckte Kreuz- oder Mehrfachallergie kann die Nasenschleimhaut im Sommer wie im Winter (durch Hausstaub) in einer permanenten Entzündungsschleife halten.
- Schimmelpilzsporen (Freiluft-Schimmel): Im Gegensatz zu Schimmel in Wohnungen gedeihen Arten wie Alternaria oder Cladosporium draußen in der Natur. Sie sitzen in großer Zahl in Komposthaufen, verrottendem Laub, Mulch und Rasenschnitt. Da Sie den Schleim seit mehr als zwei Jahren ganztägig haben, könnte eine dauerhafte Sensibilisierung vorliegen. Sporen fliegen fast das ganze Jahr über (März bis November) und wirbeln besonders bei der Gartenarbeit auf.
Die Nase produziert daraufhin dauerhaft klaren Schleim als Abwehrreaktion, um die Fremdkörper auszuspülen. Dieser fließt unbemerkt den Rachen hinunter, ohne dass Sie es bewusst als „Tropfen“ wahrnehmen (Postnasal-Drip-Syndrom).
Im August 2026 nahmen meine Husten-Attacken immer mehr zu, und auch die Anstrengung wurde immer stärker, um Schleim aus den Bronchien zu lösen. Deshalb hatte ich erneut mit einer KI gechattet.
In diesem Chat wurde ich u. a. gefragt, wie lange ich bereits die verstärkten Hustenattacken habe. Diese Frage führt bei mir nun endlich zum Verdacht, dass die Hanf-Einstreu mit Eukalyptus-Öl die Ursache sein könnte. Deshalb hatte ich der KI einen entsprechenden Hinweis gegeben.

Daraufhin erhielt ich folgende Info von der KI:
Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um eine chronische Reizung der Atemwege durch zwei Faktoren: ätherische Öle und organischen Feinstaub.
- Warum die Hanfeinstreu mit Eukalyptus das Problem ist: Dauerreizung durch ätherische Öle (Eukalyptus) – Eukalyptusöl (Cineol) wirkt kurzfristig schleimlösend. Wenn Sie es jedoch seit mehreren Jahren jeden Tag einatmen, schlägt der Effekt ins Gegenteil um. Ätherische Öle sind starke chemische Reize. Bei täglicher Inhalation über einen so langen Zeitraum – besonders im Alter von 79 Jahren, wo die Schleimhäute sensibler und trockener werden – reagiert der Körper mit einer chronischen Abwehr-Hypersekretion. Er produziert ununterbrochen klaren Schleim, um den chemischen Reizstoff auszuspülen.
- Aufwirbeln von organischem Feinstaub und Kotpartikeln – Auch wenn Hanfeinstreu als „staubarm“ gilt, entsteht beim Zusammenkehren und Verwerfen von Einstreu und trockenem Hühnerkot feinstes organisches Material. Hühnerkot enthält zudem Ammoniakgase und Bakterienbestandteile (Endotoxine). Wenn Sie diese Mischung morgens aufwirbeln und einatmen, führt das zu einer mechanischen und biologischen Entzündung Ihrer oberen Atemwege.
Was anfangs nur eine kurze morgendliche Belastung war, hat Ihre Schleimhäute in eine dauerhafte Entzündungsschleife versetzt. Die Schleimhaut hat verlernt, in den Normalzustand zurückzukehren. Deshalb produziert sie nun rund um die Uhr dieses klare Sekret, selbst wenn Sie gar nicht im Stall sind.
Die Empfehlungen waren insbesondere:
- Einstreu wechseln
- konsequenter Atemschutz im Stall (FFP2-Maske)
- tägliche Trinkmenge (knapp zwei Liter täglich) beibehalten
Wenn Sie Ihren Termin beim HNO-Arzt oder Lungenarzt (Pulmologen) wahrnehmen, schildern Sie exakt diesen Ablauf: Ihr Alter, tägliches Reinigen des Hühnerstalls mit Eukalyptus-Hanfeinstreu über vier Jahre.
In der Medizin gibt es das Krankheitsbild der „Farmerlunge“ (Alveolitis) oder der chronisch-irritativen Rhinitis. Der Arzt muss prüfen, ob sich diese Reizung rein auf die oberen Atemwege beschränkt oder ob Ihre Bronchien durch den feinen Stallstaub bereits mitreagieren.
Schon am ersten Tag, an dem ich mich mit der FFP2-Maske im Hühnerstall aufgehalten hatte, waren die Häufigkeit und die Heftigkeit der Hustenattacken ganz deutlich zurückgegangen.
Mit diesem Vorwissen werde ich mich nun – vielleicht – von einem HNO- oder Lungenfacharzt untersuchen lassen.