Private Autos stehen meist nur rum
Ungefähr wie viele Stunden pro Woche verbringt ein rüstiges Renter-Ehepaar bzw. ein alleinstehender Renter (m/w) im Alter von 70 Jahren für Fahrten zum Einkaufen, zum Arzt, zum Besuch von Verwandten / Bekannten, zu kulturellen Veranstaltungen mit dem eigenen Auto (begrenzt auf einen Umkreis von maximal zehn Kilometern vom Wohnort), sofern es kein attraktives alternatives Beförderungsangebot gibt?
etwa 2–4 Stunden pro Woche pro Person am Steuer bzw. als Paar im Auto. – Mit zunehmendem Alter nimmt der Mobilitätsbedarf ab. (komplette KI-Antwort) – 4 Stunden pro Woche (189 Stunden) entsprechen etwa 2% Nutzungsdauer; das Auto steht zu 98%.
Bei Vollauslastung im Sinne eines durchgehenden 24/7-Betriebs arbeitet eine industrielle Produktionsstraße zu 100 % (theoretischer Wert), um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
übliche Alternativen zum eigenen Auto
- Linien-Busverkehr, zum Beispiel Waldbröl
- Monti-System (On-Demand), zum Beispiel für Wiehl, Nümbrecht und Marienheide / andere Karte
- Bürgerbus-System, zum Beispiel für Waldbröl, Morsbach und Reichshof
- örtlicher Mitfahr-Service: Wer zum Einkaufen fahren will, fragt in seiner Nachbarschafts-WA-Gruppe, ob / wer mitfahren will.
- örtliche Mitfahrer-Bank für Personen, die z. B. ins Stadtzentrum mitgenommen werden möchten
- familiäres Auto-Sharing für Familienmitglieder, die jeweils ein eigenes Auto haben könnten
- allgemeines Carsharing, zum Beispiel mit Sitz in Gummersbach
- Taxi-Fahrten, zum Beispiel in Waldbröl – ggf. mit einem ausgehandelten Sondertarif
- Mietwagen-Service, zum Beispiel in Waldbröl – ggf. mit einem ausgehandelten Sondertarif)
Nichts ist unmöglich!
- rechtliche Sonderregelung für Uber (wie im Ausland) in ländlichen Regionen anstreben
- genossenschaftlicher Betrieb einiger elektrischer Dreiräder für Senioren und andere Erwachsene (als Spaß- und als Nutzfahrzeuge)
- Elektro-Rikscha-Fahrdienstleister
- Reservierung bestimmter Fahrzeuge bei einem Mietwagen-Betreiber – zum Beispiel zwei, drei gebrauchte Dacias für einen festgelegten Personenkreis
- bequeme selbstfahrende ‚Kabinen‘, die man einfach anfordern kann, z. B. per App. – KI-Assistenten für autonomes Fahren in streng begrenzten ländlichen Räumen trainieren
Mobilitäts-Bedarf reduzieren:
- Einkaufshilfe, zum Beispiel aus der Nachbarschaft
- Essen auf Rädern-Lieferdienst
- Boten-/ Lieferdienste zum Beispiel von Apotheken, zum Beispiel von REWE
- rollender Dorfladen: Link
- Dorfläden neuer Art: Link
verbesserte Mobilität ermöglichen
Vor etwa vierzig Jahren hatten mein Geschäftspartner und ich ‚HEUREKA-Arbeitstage‘ durchgeführt. – Das damalige Konzept:
- enge Fragestellung, zum Beispiel: Wie könnte man den Rentner:innen in Oberberg eine bestmögliche Mobilität ermöglichen, und zwar mit größtmöglicher zeitlicher Verfügbarkeit, mit größtmöglicher Bequemlichkeit und zu Kosten, die niedriger sind als für ein eigenes Auto?
- sorgfältige Vorbereitung der HEUREKA-Arbeitstage
- etwa 60-minütige Einzel-Interviews mit den max. sechs Personen, die ein paar Tage später innerhalb der HEUREKA-Arbeitstage mitgemacht hatten
- zweitägige HEUREKA-Arbeitstage mit den beiden Verantwortlichen und den max. sechs weiteren Beteiligten (heterogene Zusammensetzung): Je Veranstaltung wurden Hunderte von Ideen zum vorgegebenen Thema produziert, nach einem speziellen Verfahren (keine Abstimmungen) selektiert und schließlich als zehn bis 15 Haupt-Lösungsansätze konkretisiert.
- Innerhalb von zwei Wochen nach den HEUREKA-Arbeitstagen hatten mein Partner und ich die Haupt-Lösungsansätze strukturiert, ausformuliert und in einem HEUREKA-Katalog zusammengefasst: Beschreibung der zehn bis 15 Haupt-Lösungsansätze mit zahlreichen Detail-Ideen; jeder Lösungsansatz umfasste drei bis fünf Seiten.
Jede Veranstaltung kostete damals 16.900 DM zzgl. MwSt. (auf der Basis von 16 Personentagen / anstrengender Arbeit!).
Für unseren prominentesten Auftraggeber war hatten wir zunächst eine Pilot-Veranstaltung durchgeführt. Die Ergebnisse im HEUREKA-Katalog hatten die Erwartungen des Auftraggebers übertroffen: Das bearbeitete Thema war zuvor bereits von mehreren unternehmensinternen Gruppen bearbeitet worden.
Anschließend hatten wir für diesen Auftraggeber weitere fünf oder sechs Veranstaltungen zum selben Thema durchgeführt – mit jeweils anderen 6-Personen-Gruppen. – An den abschließenden HEUREKA-Arbeitstagen dieserSerie nahmen nur Vorstandsmitglieder des Auftraggebers teil.
Das liegt sehr lange zurück.
Mein Geschäftspartner steht nicht mehr zur Verfügung.
Ich arbeite nur noch ehrenamtlich – und nicht mehr so intensiv.
Aber ich kann mit meinen Kompetenz-Resten (Methodik für kreatives Arbeiten) dazu beitragen, die Mobilität im ländlichen Raum zu verbessern, und zwar ganz allgemein – nicht nur für die Senioren.